Das Wort zum Montag: Eine Kontroverse auf Bestellung |
Glull
Magic-Spieler
Dabei seit: 04.01.2008
Beiträge: 29
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an sich fand ich den artikel super, nur der legacy-part kommt so rüber als wolltest du einfach jeden deutschen legacy-spieler trollen und hättest dabei auch noch erfolg... und der random trash-bash muss doch auch nicht sein <.<
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07.07.2008 19:07 |
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nagano
Magic-Spieler

Dabei seit: 24.01.2008
Beiträge: 174
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die legacy vs pro diskussion erinnert stark an Turnierspiel vs causual.
ne abgeschottete community die absolut nicht kritikfähig ist und argumentativ immer das gleiche auftischt. ich weiß, warum ich kein legacy spiele.
__________________ Job For A Callboy
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07.07.2008 19:42 |
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Julian
Magic-Spieler
Dabei seit: 18.05.2008
Beiträge: 148
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| Zitat: |
Original von nagano
ne abgeschottete community die absolut nicht kritikfähig ist und argumentativ immer das gleiche auftischt. ich weiß, warum ich kein legacy spiele. |
Polemik Deluxe. Ich weiß, warum Du kein Legacy spielst.
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07.07.2008 20:12 |
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Brehn_
Magic-Spieler
Dabei seit: 04.01.2008
Beiträge: 52
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Nice one. <3 Grim Monolith. Aber natuerlich werde ich hauptsaechlich auf den Legacy-Rant eingehen :]
Erstmal: wenn man das (legacyinteressierte) Publikum in diesem Forum mit der "Deutschen Legacy-Community" gleichsetzt, dann bringt das schonmal die ersten Probleme mit sich. Wenn man noch weiterhin meint, alle Beitraege ernst nehmen zu muessen, wirds noch schlimmer.
Aus einem Feedbackthread fuer einen Legacyartikel:
| Zitat: |
"Das Format nimmt kein Mensch ernst, und das ist auch gut so. Man geht da hin, zockt seinen Haufen, amüsiert sich und geht dann wieder heim."
So etwas in der Art lese ich hier auch immer wieder.
Dann tut aber nicht gleichzeitig so, als wenn es die große Legacy-Ahnung gäbe, über die nur Eingeweihte verfügen! |
Bestes Beispiel. Da gibt irgendein Random einen Kommentar ab und du beziehst das schon gleich auf die Allgemeinheit und verneinst - indirekt - die Relevanz von Formatkenntnis im Legacy.
Aus dem Artikel:
| Zitat: |
| Die gesamte Community versammelt sich wie in einer Trutzburg, um die Attacke auf ihre etablierten Ansichten abzuwehren, und die hauptsächlichen Argumente sind: „Wir sind die Praktiker!" und „Ihr habt doch alle keine Ahnung!" |
5-20 Kommentarschreiber sind nicht repraesentativ. Aus so einer kleinen Menge Rueckschluesse auf die "gesamte Community" zu ziehen ist nicht wirklich guter Stil.
Was ich unverstaendlich finde:
| Zitat: |
| Lest Euch doch einmal in die entsprechenden Threads im Forum ein und konzentriert Euch auf die Beiträge von Legacy-Spielern! Fällt Euch auf, dass diese einander ständig und grundlegend widersprechen? Einigkeit besteht eigentlich nur darin, dass Außenstehende keine Ahnung haben. Ansonsten wartet jeder mit einer anderen Ansicht auf, welches Deck welches andere schlägt, wie es gespielt werden muss, wie man es bauen und sideboarden muss etc... |
Du hast recht. Aber was willst du damit ausdruecken?
> Dass es auch im Legacy Leute mit viel und Leute mit weniger Formatkenntnis (oder meinetwegen auch "gute" und "schlechte" Spieler) gibt, ist dir sicher bekannt. Dass auch Leute mit weniger Formatkenntnis hier schreiben, sicher auch. Dass die Meinungen von Leuten mit viel und Leuten mit weniger Formatkenntnis auseinander gehen - sollte dir doch auch bekannt sein.
> Dass Matchups oft schwer abzuschaetzen sind - hast du doch vorhin sogar geschrieben. "Playtesting lies". Hier hat man es z. B. wieder deutlich an der Diskussion "Landstill vs. Dragon Stompy" gesehen. Ich denke da nur an ein anderes deutschsprachiges Forum, dort hat einer geschrieben: "Ich habe noch nie ein Match mit Dragon Stompy gegen Landstill verloren". Der naechste hat geantwortet: "Ich habe bis jetzt 4 Matches auf Turnieren mit Landstill gegen Dragon Stompy gespielt und alle gewonnen." Ist das in anderen Formaten anders? Sind sich da die Spieler einig bzgl. aller Matchups?
> Ist das nicht sogar eher positiv, was du da schreibst? Meinungen, die tatsaechlich auseinandergehen? Stoff fuer Diskussionen?
| Zitat: |
| Eine Menge „Praktiker", die sich gegenseitig immer wieder bestätigen, wie viel Ahnung sie doch hätten, die aber, sobald es um Details geht, völlig unterschiedliche Ansichten haben – das ist kein Hinweis darauf, dass in dieser Community tatsächlich spielerische und deckbauerische Kompetenz steckt. |
Stimmt. Es ist kein Hinweis darauf, dass in dieser Community tatsaechlich (...) Kompetenz steckt.
Frage: Ist es ein Hinweis darauf, dass in dieser Community keine (...) Kompetenz steckt? Bei so einer Formulierung sollte man ja fast vermuten, dass das deine Meinung ist.
> Verschiedene Ansichten spricht gegen Kompetenz? Hm... spricht eher nicht dagegen. Warum sollten Kompetenztraeger nicht unterschiedlicher Meinung sein koennen?
> "Bestaetigen sich immer wieder, wieviel Ahnung sie doch haetten" - mag vielleicht keine schoene Angewohnheit sein... aber auch kein Hinweis fuer die Nichtexistenz von Kompetenz.
---> sehe ich das falsch und es ist tatsaechlich ein Hinweis auf Nichtvorhandensein von Kompetenz? Oder hab ich deine Formulierung einfach nur falsch verstanden?
Weiterhin bin ich der Meinung, dass du einen falschen Eindruck entstehen laesst. Naemlich den Eindruck, dass Legacyspieler sich gegen Innovationen von Pros wehren. Dem ist absolut nicht so. Viele haben die Ankuendigung von Legacy@Worlds sogar begruesst - weil sie dachten, die Pros koennten neue gute Ideen entwickeln! Legacy ist nun mal doch ein relativ statisches Format und wenn man sich laenger damit beschaeftigt besteht zwangslaeufig die Gefahr der Langeweile. Formate wie Standard erleben mit jeder neuen Edition eine kleine Revolution, Legacy benoetigt da schon eine Hammeredition wie Future Sight, die mit Tarmogoyf (und in gewissem Masze auch Tombstalker) eine neue metagamedefinierende Karte bringt und mit Narcomoeba und Bridge from Below zwei voellig suboptimale Roguedecks ("Friggorid" [so hiess das damals] und "Cephalid Breakfast") auf einmal zu Contendern macht. Da ist jede Innovation willkommen! Als die Worlds dann ueber die Buehne gingen, sah man in den erfolgreichen Listen aber doch eine sehr grosse Anzahl an Netdecks. Reaktionen lagen zwischen Enttaeuschung, "war sowieso klar" und "Those goddamn f*cking pros obviously don't give a shit about Legacy" (ja, diese Leute gabs auch). Allerdings waren auch einige bemerkenswerte Listen dabei:
- Das TrinketStalker Deck von Mori, ein voellig neues Deck.
- Zvis UW Landstill, mit Enlightened Tutor und Counterbalance zwei sehr wenig gespielte Engines.
- Threshold mit nur 14 Laendern, dafuer 4 Aether Vials.
- Enchantress, ein immer mal wieder auftauchendes Rogue-Deck schafft ein sehr gutes Ergebnis.
- Welder Survival, ein uraltes und laengst als "suboptimal"/"schlecht" verschrienes Deck, schafft auch ein sehr gutes Ergebnis.
Und: all das wurde getestet! Auf einmal fingen einige Spieler an, nach 2 Jahren wieder ueber Welder Survival zu diskutieren! Es erschienen Artikel ueber Enchantress auf Starcitygames. Vials wurden im Threshold getestet, Counterbalance im Landstill auch und Mori.dec sowieso. Nur - leider musste man auch erkennen: nicht alles, was von Pros konstruiert wird, ist tatsaechlich optimal. Vial Threshold konnte sich nie durchsetzen. Landstill mit Counterbalance gibt es inzwischen, das hat aber die Farben UBG (ich weiss auch nicht, inwiefern Zvi.dec den hauptsaechlichen Entwickler des Decks [Dan Spero] beeinflusst hat), waehrend UW Zvi-Landstill nach Tests wieder verworfen wurde. Und auch die Worlds-Welder-Survival-Liste zeigte immer noch die selben eklatanten Schwaechen wie die alten Listen.
Was hier passiert ist: 8 Monate nach den Worlds bringen einige Personen, die (nach eigenen Angaben) keine besondere Formatkenntnis haben, die Pro-Listen von damals wieder ins Spiel. Dann melden sich einige Personen, die (nicht nur nach eigenen Angaben) eine gute Formatkenntnis haben und sagen, die Listen seien suboptimal.
Deine Auffassung: Die Decklisten von den Pros (u. a. Zvi) wurden verworfen, weil sie von Pros erstellt wurden, die ja in den Augen der Legacyspieler "keine Ahnung vom Format haben".
(zumindest kam diese Auffassung so rueber. In dieser Form wurde sie auch auf die deutschen Pros transferiert)
Tatsaechlich: Die Decklisten wurden verworfen, weil sie vor 8 Monaten (als sie neu waren) ausgiebig getestet worden sind und sich als suboptimal herausgestellt haben.
Ich belasse es mal hierbei und hoffe, dass ich jetzt zu diesem Teil:
| Zitat: |
| Zwar schließt sich dann gelegentlich auch einmal so etwas wie eine inhaltliche Auseinandersetzung an |
der Legacy-Community gehoere...
__________________ Reprint Wasteland!
Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von Brehn_: 07.07.2008 20:24.
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07.07.2008 20:17 |
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Kofi
Magic-Spieler

Dabei seit: 04.01.2008
Beiträge: 586
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| Zitat: |
Original von MzT
Das habe ich ja vorhin ganz überlesen und muss mich auf das Äußerste dagegen verwehren. Auf dem Land ist die Welt und die deutsche Sprache noch in Ordnung.
Die Großstadt ist das rhetorische Sodom und Gomorrha (Achja, bibelfest sind wir Bauern natürlich auch).
Grüße,
MzT |
Ich meinte nicht dass gesprochen wird wie ein Bauer spricht, sondern dass die ganze Zeit von den Gegnern als "Bauern" gesprochen wird. Hab also die Landwirdschaft in Schutz genommen
__________________ Matthias Ludewig, Potsdam und Bremen
Klick Meervolk-Angler.de
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07.07.2008 21:19 |
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Stone
Magic-Spieler
Dabei seit: 04.01.2008
Beiträge: 105
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Zitat:
Original von Salid
5) Achja, und das Beispiel mit Dave Price haut so nicht hin. Die Giant Strength waren damals nicht die supergeile Innovation gegen Gnome, sondern eher die Mainstream-Lösung gegen den Wrath des Formats, nämlich Winds of Rath, der verzauberte Männer in Frieden läßt. Nur am Rande.
Zitat:
Original von Pirschner
Äh, nein. Der 5-Mana-Wrath hat dieses Deck wirklich nicht übermäßig beeindruckt. Natürlich ist das ein netter zusätzlicher Bonus, aber darum ging es nicht.
Die Mainstream-Antwort darauf war übrigens eher Living Death... Darum, dass Auren gespielt wurden, um die Winds abzuschalten, kann ich mich wirklich nicht erinnern. Außerhalb eines Weenie-Decks ergeben sie ja auch wirklich nicht allzu viel Sinn, und White Weenie hatte da auch Besseres zu tun.
STONE
Es gab meines Wissens nach eine Zeit in der die Giant Strength gespielt wurden um die Verletzlichkeit gegen Winds of Rath zu verringern. Ich bin mir aber auch nicht mehr sicher, ob das in den Zeitraum fehlt, in dem Price die Pro Tour gewonnen hat.
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Stone: 07.07.2008 22:32.
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07.07.2008 22:32 |
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Tigris
Magic-Spieler

Dabei seit: 04.01.2008
Beiträge: 747
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seit langem dein bester artikel. Der ganze diss ist etwas unnötig macht aber immerhin spass zu lesen, etwas mehr an der eigenen nase nehmen aber ja, man hätte viel schlimmeres erwarten können.
__________________ Wenn du merkst, dass du zur Mehrheit gehörst wird es Zeit deine Meinung zu revidieren.
Nichts ist konstant ausser dem Wechsel.... Konstanten kann man weglassen.
Mein Blog
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07.07.2008 23:22 |
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Wuaschti
Magic-Spieler
Dabei seit: 08.04.2008
Beiträge: 28
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Ich kann mich nur anschliessen ein sau geiler Artikel. Nur dieser random diss musste nicht sein.
Tobi H zu Andi P:
| Zitat: |
| Bei dir z. B. habe ich regelmäßig Bedenken, dass du eine Diskussion "gewinnst", obwohl du die schlechteren Argumente hast |
Kommt mir auch oft so vor. Oder er ziehst sich unauffällig von der Diskusion zurück wenn die Argumente gegen ihn stehen.
__________________ Member des Teams: CoN - Crucible of Nerds
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08.07.2008 00:12 |
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Ichbines
Magic-Spieler
Dabei seit: 01.07.2008
Beiträge: 3
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| RE: Das Wort zum Montag: Eine Kontroverse auf Bestellung |
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Du könntest doch mal ein Legacy Artikel schreiben z.B. über dein Burndeck im Test!
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08.07.2008 00:22 |
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Serge
Magic-Spieler
Dabei seit: 04.01.2008
Beiträge: 1.610
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| Zitat: |
Ihr könnt mir über moderne Medien und technischen Fortschritt erzählen, was Ihr wollt, aber wenn man sich mit einem Thema wirklich inhaltlich auseinandersetzen will, dann sind Videos Grütze! Bei einem Text kann man sein Lesetempo seinem Verständnis anpassen und gegebenenfalls vor- und zurückblättern. Man kann – wenn man das WILL – sich die Zeit nehmen, über einzelne Passagen intensiv nachzudenken. Einen Text kann man sich erarbeiten.
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Lang Lebe der Pauseknopf
Und soll auch Leute geben die durchaus in der Lage sind schnell genug wirklich nachzudenken, in so einer raßender Geschwindigkeit wurde der Draft nun wirklich nicht abgespielt.
__________________ aka Denis Sinner - www.moi-rai.com
| Zitat: |
Original aus random M:TG Forum
(von P9 besitzen wir „nur“ die Sol-Ringe, das passt schon) |
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08.07.2008 00:54 |
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Crosis24
Magic-Spieler
Dabei seit: 08.07.2008
Beiträge: 7
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| Zitat: |
| Ihr könnt mir über moderne Medien und technischen Fortschritt erzählen, was Ihr wollt, aber wenn man sich mit einem Thema wirklich inhaltlich auseinandersetzen will, dann sind Videos Grütze! Bei einem Text kann man sein Lesetempo seinem Verständnis anpassen und gegebenenfalls vor- und zurückblättern. Man kann – wenn man das WILL – sich die Zeit nehmen, über einzelne Passagen intensiv nachzudenken. Einen Text kann man sich erarbeiten. Ein Video konsumiert man. Man lauscht der hypnotischen Stimme Trashs, man nickt immer wieder, oder vielleicht sagt man auch „Nanu?" oder schüttelt den Kopf, aber man denkt nicht wirklich nach – dafür ist keine Zeit! Konsumieren, danach vielleicht Kopieren, dafür reicht es. Kritisches Analysieren? Unmöglich. Das will aber auch kaum jemand von Euch, nicht wahr? |
1. Anscheinend ist der Herr Pischner hier dem Größenwahn endgültig verfallen, da er ja anscheinend mehr über das menschliche Lernen weiß, als z.B. die Inhaber von diversen Lehrstühlen für Mediendidaktik. Aber vermutlich wissen echte Professoren nicht so viel von ihrem Fachgebiet, wie ein selbsternannter Magic-Professor...schon mal nur eine einzige Didaktik-Vorlesung besucht, die sich mit modernen Medien beschäftigt? Unterschiedliche Lerntypen schon mal gehört? Anscheinend nicht.
--> Übersetzung des AP Textes: Die letzte Weisheit könnt ihr euch nur aus meinen Texten erarbeiten, aber nur die, die würdig und fleißig sind.
2. Der ganze Artikel ist nett geschrieben, aber genau das, was Herr Pischner allen anderen (und am Ende wirklich allen) vorwirft: Er räubert die Magicgeschichte etwas aus, schreibt das nett runter, was damals schon Allgemeinwissen war und stellt dies als kritische Auseinandersetzung dar. Aber es ist halt nur Copy+Paste bzw. alte Texte in eigener Sprache schreiben.
| Zitat: |
| Die Bereitschaft, die eigenen vorgefassten Meinungen im Rahmen einer Diskussion infrage zu stellen, ist kaum vorhanden |
3. Hier könnte Herr Pischner mal bei sich selbst ansetzen. Beispiel: Solider Spieler kopiert Deck 9 der letzten Pro Tour, hat Runde 1 das lucky bye, spielt 4-2, gewinnt einige Spiele, wie er schreibt, durch glückliche Topdecks (gehört ja zum Spiel dazu), führt seinen Erfolg dann aber kausal darauf zurück, was für ein Gotttheoretiker vorm Herrn er ist. Ein Kollege von mir, der ansonsten nur Casual spielt, hat sich mit 5-2 mit UB Fearies aus den PT Top 8 qued. Er ist wohl auch ein Meistertheoretiker.
--> Herr Pischner kann kritisch denken, solange dies nicht seine Person mit einschließt. Er selber sieht sich, so scheint es, als sacrosanct, oder auf gut Deusch: Der Mann der die Weisheit mit Löffeln gefressen hat.
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08.07.2008 01:17 |
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Crosis24
Magic-Spieler
Dabei seit: 08.07.2008
Beiträge: 7
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| Nachtrag zum Romao Mythos |
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So pauschal wie es auch im hier vorliegenden Artikel gehyped wird, war es nicht (was Herr Pischner aber nicht wissen kann, da er vor lauter Mahnung an die Leser, sich eigene Gedanken zu machen, er selber das nicht tut und nicht nachforscht).
Hier mal einige Coverage Schmankerl von den Worlds:
Romaoa vs. Ostrovich (Tog Mirro)
He played Fact or Fiction at the end of Ostrovich's next turn, getting Underground River and Counterspell over three islands.
Ostrovich returned the favour. Romao tried to Logic it, with six mana remaining.
--> Was, der Innovator will Fact countern? Laut Herrn Pischners Artikel hat der das doch nicht gemacht???
Ostrovich Wished up Opportunity and cast it at end of turn. Circular Logic stopped it.
--> schon wieder?
Finale gegen Mark Ziegner (RUB Tog vs UB Tog)
Romao was lucky to draw a Counterspell for the Wish and then another for Ziegner's Fact or Fiction.
--> aha..
Die Situation bzw. die Entscheidung: Fact countern oder nicht, hängt dann wohl doch wesentlich mehr von der aktuellen Hand- und Boardsituation ab. Aber schön dass es kritische Theoretiker wie Andreas Pischner gibt, die altes Geschreibsel ungeprüft kopieren und als Beleg für ihre Weisheit anführen.
Für jemanden der sich selbst Professor tituliert und ständig erwähnen muss, wie super er als Theoretiker ist, echt arm. Erfüllt nicht mal den wissenschaftlichen Anspruch an Erstsemester. Aber das will er ja auch nicht, oder? Denn wenn man so viel Masse produziert, kann man gar nicht die Zeit haben, da mal selber genauer nachzuforschen und vor allem: Nachzudenken.
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08.07.2008 01:39 |
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TobiH
Administrator & Autor

Dabei seit: 22.08.2007
Beiträge: 2.372
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| Zitat: |
Original von Crosis24
Anscheinend ist der Herr Pischner hier dem Größenwahn endgültig verfallen, da er ja anscheinend mehr über das menschliche Lernen weiß, als z.B. die Inhaber von diversen Lehrstühlen für Mediendidaktik. Aber vermutlich wissen echte Professoren nicht so viel von ihrem Fachgebiet, wie ein selbsternannter Magic-Professor...schon mal nur eine einzige Didaktik-Vorlesung besucht, die sich mit modernen Medien beschäftigt? Unterschiedliche Lerntypen schon mal gehört? Anscheinend nicht. |
Na na, wir wollen ja mal nicht übertreiben. Ich denke, man muss keine einzige Vorlesung Mediendidaktik besucht haben, um Folgendes festzustellen:
Ein Draftwalkthrough .i.s.t., wenn er aufmerksam verfolgt wird, lehrreicher in geschriebener Form!
Es mag Inhalte geben, die per Video besser vermittelt werden können (z. B., so mutmaße ich, wenn es um das Verständnis eines einzelnen besonders komplizierten Zusammenhangs geht) – ein kompletter Draft mit seinen 45 Entscheidungen in kürzester Zeit auf zig Ebenen zwischen insgesamt 360 (?) Optionen gehört ganz bestimmt .n.i.c.h.t. dazu!
Und der einzige "Lerntyp", bei welchem das anders ist, ist der zur entsprechenden Konzentration unfähige LRS-ler.
Ein Video ist natürlich angenehmer und unterhaltsamer, ja, aber um daraus etwas zu lernen, sicher schlechter als Text.
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08.07.2008 02:20 |
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nagano
Magic-Spieler

Dabei seit: 24.01.2008
Beiträge: 174
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natürlich lässt auch Romaoa den fact nicht resolven, wenn zb der tog lethal wäre oder der gegner out of cards ist. allerdings ist es eben nicht das primärziel für die eigenen counter.
__________________ Job For A Callboy
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08.07.2008 14:51 |
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McJoka
Magic-Spieler
Dabei seit: 04.01.2008
Beiträge: 106
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@Crosis24: herrlich, ich hab gelacht ... !
langsam bekomm ich fast lust, mal wieder ein paar karten in die hand zu nehmen
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08.07.2008 18:57 |
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Crosis24
Magic-Spieler
Dabei seit: 08.07.2008
Beiträge: 7
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| Zitat: |
| Na na, wir wollen ja mal nicht übertreiben. Ich denke, man muss keine einzige Vorlesung Mediendidaktik besucht haben, um Folgendes festzustellen: Ein Draftwalkthrough .i.s.t., wenn er aufmerksam verfolgt wird, lehrreicher in geschriebener Form! |
Leider auch vom Tobi zu kurz gedacht. Aber zuerst vorweg, dass Herr Pischner (im Gegensatz zu Tobi), Videos ja jegliche Wissensvermittlung abspricht.
Und leider, Tobi, zeigt auch dein Kommentar, dass du weder von Lerntheorien, Lerntypen oder dem aktuellen Stand der Hirnforschung irgendeine Ahnung hast (was an der Aussage "Man muss ja nicht um..." überaus deutlich wird, abgesehen von der völlig unqualifizieren LRS Aussage).
Da eine wissenschaftliche Nachhilfe hier den Rahmen sprengen würde, nur so viel dazu:
1. Je nach Lerntyp ist man (nachweislich) in der Lage, Informationen durch Bilder / gesprochene Worte besser aufzunehmen, andere eher durch Texte etc.
2. Durch die Kraft der Bilder und die szenische Verdichtung durch den Kommentar, wird der Lernprozess, durch emotionale Berührung, mehrdimensional in Gang gesetzt, was ein wesentliches Element für die Stabilität des Lernprozesses ist.
Kritik: Dennoch erfodert das Video die gleiche Auseinandersetzung, die man auch einem Text zu Gute kommen lassen muss, um das für einen Wertvolle herauszuziehen. Lässt man sich unreflektiert berieseln, bringt ein Video freilich nichts. Ein Text, den man nur flüchtig überfliegt, jedoch auch nicht. got it?
Es tut mir leid, aber sowohl Tobis als auch Herr Pischners Aussagen sind wissenschaftlich nicht haltbar.
Vorteil des Videowalktroughs (um es an einem Beispiel zu konkretisieren):
1. Man kann Trashs Theorieartikel jetzt direkt mit der praktischen Umsetzung seiner Theorie vergleichen, wobei durch die Bilder eine größere Nähe zum Gegenstand entsteht.
2. Durch den Audiokommentar erhält man etwas sehr wichtiges, nämlich die Betonung und Nebensätze, die bei einem Text fehlen --> man kann Rückschlüsse ziehen, welche emotionalen Faktoren ihn beeinflusst haben, wie schwer manche Entscheidung (gefühlt) war etc.
Somit ist weder Text noch Video vorzuziehen, sondern sie sollten als das betrachtet werden, was sie sind: Sich sehr gut ergänzende Medien, da sie unterschiedliche Dinge leisten und verschiedene Ebenen ansprechen.
Daher kann ich weder Herrn Pischners Aussage (der anscheinend unfähig zur kritischen Auseinandersetzung mit visuellen Darstellungen ist oder es nie gelernt hat) noch TobiH´s falsche Laienaussage hier so stehen lassen.
Eventuell doch mal lieber eine Vorlesung besuchen? Oder wenigstens mal googeln?
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08.07.2008 22:06 |
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Crosis24
Magic-Spieler
Dabei seit: 08.07.2008
Beiträge: 7
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| Zitat: |
| natürlich lässt auch Romaoa den fact nicht resolven, wenn zb der tog lethal wäre oder der gegner out of cards ist. allerdings ist es eben nicht das primärziel für die eigenen counter. |
Herzlichen Glückwunsch, damit bist du mindestens einen Erkenntnisschritt weiter, als ein gewisser Meistertheoretiker.
Zur Verdeutlichung: Die Strategie der Südamerikaner war durchaus, sich die Counter für die Threats aufzusparen, aber diese angebliche straighte Linie, wie sie hier fälschlich und gradezu begeistert dargestellt wurde, gab es eben nicht.
Sollte ein fähiger und kritischer Autor sowas nicht beachten???
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08.07.2008 22:09 |
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atog28
Magic-Spieler

Dabei seit: 04.01.2008
Beiträge: 214
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Bevor's ein Triple-Post wird, schmeisse ich "Haptik" in die Menge, fetzt euch drum.
__________________
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08.07.2008 23:20 |
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Handsome
Magic-Spieler

Dabei seit: 04.01.2008
Beiträge: 1.178
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Alter, diese Video-Text-Diskussion ist dermaßen albern. Ich nehme einfach mal stark an, dass Trash nur deswegen den Walkthrough im Videoformat gemacht hat, weil es momentan kein Draftcap gibt. Ich gehe nicht davon aus, dass der Trash zu Hause gehockt ist und sich gedacht hat: "Yeah, diesmal mache ich einen Videowalkthrough, dann kann ich durch die Kraft der Bilder und die szenische Verdichtung durch den Kommentar den Lernprozess beim Leser durch emotionale Berührung mehrdimensional in Gang setzen!"
Kommt mal wieder runter, Jungs.
| Zitat: |
Zur Verdeutlichung: Die Strategie der Südamerikaner war durchaus, sich die Counter für die Threats aufzusparen, aber diese angebliche straighte Linie, wie sie hier fälschlich und gradezu begeistert dargestellt wurde, gab es eben nicht.
Sollte ein fähiger und kritischer Autor sowas nicht beachten??? |
Ein "fähiger und kritischer Autor" vereinfacht den Sachverhalt evtl. auch einfach, denn dass ein FoF durchaus mal gecountert werden muss, wenn dadurch der gegnerische Tog lethal würde... nun, dafür braucht man nicht besonders viel Brainpower.
Zum Artikel: Durchaus richtig, was du da ansprichst. Nur ist dieser Legacy-Rant ziemlich vereinfacht dargestellt. Es gab im entsprechenden Thread nämlich durchaus Leute, die schlüssig erklärt haben, warum die Zvi-Liste nicht (mehr) gut ist (soweit ich das beurteilen kann) - nur die hast du einfach ignoriert. Klar gab es auch ein paar Idioten, die einfach Müll gelabert haben, aber wenn du wegen jedem Troll so einen fetten Artikel schreiben würdest...
Die Quintessenz jedoch, dass die Leute immer weniger nachdenken und deshalb auch die Diskussionsbereitschaft bzw. -kompetenz abnimmt, die kann ich nur bestätigen. So viele Leute übernehmen einfach unreflektiert die vorgegebenen Konventionen. Und wenn man daraus mal ausbricht und schlüssig begründen kann warum, kann man sich sicher sein, dass die ersten Trolle kommen und einem mitteilen, wie schlecht einem doch davon wird. Beim GP Wien hatte ich da ein tolles Erlebnis...
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09.07.2008 00:45 |
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TobiH
Administrator & Autor

Dabei seit: 22.08.2007
Beiträge: 2.372
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| Zitat: |
Original von Crosis24
Somit ist weder Text noch Video vorzuziehen, sondern sie sollten als das betrachtet werden, was sie sind: Sich sehr gut ergänzende Medien, da sie unterschiedliche Dinge leisten und verschiedene Ebenen ansprechen. |
Das kann ich sogar unterschreiben. Dann spricht eben ein Video eher die emotionale Ebene an, während ein Text besser Daten vermittelt... Man könnte also auch von "lehrreicher" sprechen, nicht wahr?
Jetzt aber mal Spaß beiseite, Crosis24 mit Lehrstuhl in Mediendidaktik: Mir fällt grad auf, dass ich nicht präzise genug formuliert habe: Mir ging es eigentlich weder um "lehren" noch "lernen", sondern um reine Informationsfülle – und die IST im Video auf jeden Fall wesentlich geringer.
Ich hatte halt zugegebenermaßen "reich an Informationen" mit "lehrreich" verwechselt – offenbar muss ich mir doch noch mehr Zynismus in Bezug auf die menschliche Natur aneignen. Bekommt man den im Studiengang Mediendidaktik?
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09.07.2008 00:45 |
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