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Geschrieben von Schmirglie am 29.08.2011 um 17:59:

  RE: Super

Bester Beitrag in diesem Thread und ich signe auch sofort:

Zitat:
Original von Stone
Irgendwie liest sich die Diskussion teilweise wie: Früher war alles besser, Jugendliche hatten mehr Respekt vor dem Alter, Politiker waren ehrlicher, und alle Magickarten hatten noch die gleiche Rückseite.



Geschrieben von Glenmorangie am 29.08.2011 um 18:52:

 

@Stone
Es kann auch sein, dass du die Kritik an den double-faced cards die hier kommt etwas überbewertest. Ich glaube niemand hat bezweifelt, dass das Set super viel Flavor hat und vermutlich sehr stimmig werden wird. Dieser Punkt ist zweifelsfrei viel besser als früher.

Allerdings muss man auch verstehen wenn Spieler bedeutende Veränderungen an ihrem Spiel nicht immer mit offenen Armen empfangen. Angeblich ist die Veränderung und vor allem das Überschreiten sämtlicher Grenzen der größte Pluspunkt von Magic, ich finde es ist in vieler Hinsicht aber auch der größte Minuspunkt. Ich brauche nicht so viel Veränderung, ich spiele seit 14 Jahren Schach (genau wie Magic) und bin froh dass der Läufer noch genaus zieht wie damals und dass der Springer nicht jede zweite Runde einen Klon neben sich erschafft. Und diese Analogie ist im Hinblick auf double-faced cards auch noch total übertrieben, da diese anders als Planeswalker oder die M10 Rules das Spiel kaum verändern, sondern lediglich die Playability verschlechtern. Ich finde auch, dass Poison genau das gleiche Problem mitbringt, man musste nun zwei Spalten an verschiedenen Gewinnpunkten notieren oder sich beides merken. Es mag interessant gewesen sein, aber es hatte auch eben auch Schwachpunkte. Hätte man deshalb drauf verzichten sollen? - ich glaube nicht. Möglicherweise ebensowenig wie bei double-faced cards. Sind solche Neuerungen wirklich notwendig? - Anscheinend schon. Hat mir das Spiel ohne Planeswalker besser gefallen? - definitv!

Was ich damit sagen will, ist dass es durchaus viele Sachen gegeben hat die Magic in eine Richtung verbessert aber gleichzeitig in die andere verschlechtert haben. Wenn man auf solche Negativpunkte aufmerksam macht, muss das noch lange nicht heissen, dass man als ewig gestriger nur nörgeln im Sinn hat.



Geschrieben von Schmirglie am 29.08.2011 um 21:12:

 

Veränderungen gehören nunmal zu den Prinzipien des Spiels dazu. Nachdem wir ein Jahr lang eine zweite Spalte für die Poisoncounter gebraucht haben, werden wir jetzt eben ein Jahr lang ein paar Karten mit einer anderen Rückseite haben, ich glaube das werden wir auch überleben. Für Constructed war sowas bisher immer nur mäßig relevant, vermutlich wird man nicht mehr als 1-2 dieser Karten überhaupt spielen, und da gewöhnt man sich dran.



Geschrieben von timoK am 29.08.2011 um 21:44:

  RE: Super

Zitat:
Original von Stone
Irgendwie liest sich die Diskussion teilweise wie: Früher war alles besser, Jugendliche hatten mehr Respekt vor dem Alter, Politiker waren ehrlicher, und alle Magickarten hatten noch die gleiche Rückseite.


in englisch würde das wie der text aus nem lied klingen Wink



Geschrieben von FallenPhoenix am 30.08.2011 um 06:57:

 

Zitat:
Irgendwie liest sich die Diskussion teilweise wie: Früher war alles besser, Jugendliche hatten mehr Respekt vor dem Alter, Politiker waren ehrlicher, und alle Magickarten hatten noch die gleiche Rückseite.


Trifft absolut nicht mein Meinungsbild, auch wenn ich das Design der Double-Face-Mechanik für eine Katastophe halte.
Es hat super viel Flavor und wenn es funktionieren würde, würde es auch genau vermitteln was die Karten repräsentieren.
Leider funktioniert es aber nicht, weil einfach so viele Faktoren zusammenkommen die vernünftiges Spielen mit Double-Face-Cards zu umständlich machen oder mit Turnierregeln kollidieren, dass man die Mechanik besser anders umgesetzt hätte.

Für MtG Online z.B. finde ich die ganze Sache super, da bekommt man genau was man will ohne die ganzen Nachteile. Aber Magic ist eben vorwiegend ein Papierprodukt.

MaRo hat in seinem Artikel auch angeführt, dass auf Flipcards kein Platz für die wortreiche Werwolfmechanik gewesen wäre, aber dann hätte man die lieber etwas simpler gemacht, die finde ich im Übrigen auch etwas umständlich.

Dabei finde ich die anderen Mechaniken sehr gut gewählt, Flashback ist eine meiner All-Time-Favorites unter den gängigen, Morbid ist längst überfällig und erlaubt sehr viele coole Design für Constructed und Limited.
Da es umso ärgerlicher, dass die Umsetzung der Werwolfmechanik zumindest unglücklich geraten ist.



Geschrieben von Timber am 30.08.2011 um 12:11:

 

ich bin gespannt und skeptisch, wie das im draft ablaufen soll. so wie ich wizards (und die spoiler) kenne, sollten das schon gute value-karten sein. eine neue mechanik macht schließlich kein spaß, wenn die Karten crap sind.

wenn ich also ne gute flip-card aufmache, und demnach in dieser Farbe bleiben will (z.b. garruk), zeig ich die natürlich aktiv meinen nachbarn (nicht verboten), und die werden sich hüten, mit mir um diese Farbe zu streiten. risiko ist zu groß und es hat einfach keinen sinn.

Wie läuft das eigentlich, wenn ich nicht meinen firstpick nehmen will, weil ich auf den pick von meinem nachbarn warte? muss jemand irgendwann picken?



Geschrieben von Nuegun am 30.08.2011 um 12:33:

 

Zitat:
Original von Timber
Wie läuft das eigentlich, wenn ich nicht meinen firstpick nehmen will, weil ich auf den pick von meinem nachbarn warte? muss jemand irgendwann picken?


Auf höherem Turnierlevel gibt es ja das Zeitlimit. Auf FNM-Niveau bist du dann einfach ein Jerk.



Geschrieben von Olaf am 30.08.2011 um 17:01:

 

Ich war am Anfang erschrocken. Dann dachte ich mir: erstmal selber schauen, die werden sich das schon gut ausgedacht haben. Dann las ich in den Regelerläuterungen unter Draft das Folgende:
Zitat:

Spieler können versuchen, die Identität einer doppelseitigen Karte vor den anderen Spielern zu verbergen, müssen es jedoch nicht.

WTF? Sind wir jetzt hier beim Versteckerspielen oder was? Also isses doch ein Griff ins Klo, obwohl ich dem AP eigentlich nicht glauben wollte.

Warum wurde die Nachtseite nicht einfach als Tokenkarte (von mir aus auch gerne mit Flavor-Rückseite) gedruckt?



Geschrieben von Lim_Dul79 am 30.08.2011 um 17:03:

 

Zitat:
Original von Olaf
Ich war am Anfang erschrocken. Dann dachte ich mir: erstmal selber schauen, die werden sich das schon gut ausgedacht haben. Dann las ich in den Regelerläuterungen unter Draft das Folgende:
Zitat:

Spieler können versuchen, die Identität einer doppelseitigen Karte vor den anderen Spielern zu verbergen, müssen es jedoch nicht.

WTF? Sind wir jetzt hier beim Versteckerspielen oder was? Also isses doch ein Griff ins Klo, obwohl ich dem AP eigentlich nicht glauben wollte.

Warum wurde die Nachtseite nicht einfach als Tokenkarte (von mir aus auch gerne mit Flavor-Rückseite) gedruckt?

Unter anderem Weil es dann in 10% der Boostern nicht das passende Token gegeben hätte.



Geschrieben von timoK am 30.08.2011 um 20:07:

 

Zitat:
Original von Timber
Wie läuft das eigentlich, wenn ich nicht meinen firstpick nehmen will, weil ich auf den pick von meinem nachbarn warte? muss jemand irgendwann picken?


im gg-livestream vom GG pittsburgh hat mal Pat Chapin Aaron Forsythe über diverse solcher sachen totgefragt. Aaron hatte für fast nicht antworten parat... das ganze klang irgendwie nicht ganz ausgefeilt für competitive tournament use wo jeder edge ausgenutzt wird.



Geschrieben von OdinFK am 30.08.2011 um 22:56:

 

Zitat:
Original von timoK
im gg-livestream vom GG pittsburgh hat mal Pat Chapin Aaron Forsythe über diverse solcher sachen totgefragt. Aaron hatte für fast nicht antworten parat... das ganze klang irgendwie nicht ganz ausgefeilt für competitive tournament use wo jeder edge ausgenutzt wird.

Ist aber auch nicht primär Aaron Forsythe's Aufgabe, das zu wissen, oder? Erik Lauer soll eine Art Due Diligence zu der Mechanik gemacht haben. Ich gehe mal davon aus, dass er sich da tiefer mit der Materie beschäftigt hat als es Aaron je interessieren musste. Insofern ist "Aaron weiß es nicht" keines Wegs zwingend gleichbedeutend mit "Wizards hat sich keine Gedanken drüber gemacht".



Geschrieben von Olaf am 12.09.2011 um 12:10:

 

Zitat:

Unter anderem Weil es dann in 10% der Boostern nicht das passende Token gegeben hätte.

Mir ist inzwischen aufgefallen, dass dieses Argument Unsinn ist. Denn es gibt auch nicht ausreichend (1:1) Checklistenkarten.

Fazit: Wizards hat innerhalb von zwei Wochen zwei durchaus gute Ansätze jeweils katastrophal umgesetzt.



Geschrieben von Lim_Dul79 am 12.09.2011 um 12:32:

 

Zitat:
Original von Olaf
Zitat:

Unter anderem Weil es dann in 10% der Boostern nicht das passende Token gegeben hätte.

Mir ist inzwischen aufgefallen, dass dieses Argument Unsinn ist. Denn es gibt auch nicht ausreichend (1:1) Checklistenkarten.

Fazit: Wizards hat innerhalb von zwei Wochen zwei durchaus gute Ansätze jeweils katastrophal umgesetzt.

Man braucht auch nicht 1:1 Checklistenkarten, da jede Checklistenkarte mit jeder DFC funktioniert und man normalerweise im Limited nicht alle spielen wird. Bei den Token wären fehlende Token ein weitaus größeres Problem, da das spezifische Token deutlich seltener ist und immer genau Token und Karten eine Einheit bilden.



Geschrieben von Olaf am 12.09.2011 um 16:30:

 

"normalerweise" ist immer so ein Anzeichen, dass die Argumentation schwammig wird.

Checklistenkarten funktionieren ja nur solange mit allen DFCs, bis sie abgestrichen sind. Danach sind sie festgelegt. Davon ausgehend sind CLKs genau so selten wie genau passende Token. Wenn man dann noch die (nicht gottgegebene!) Verteilung so ändert, dass das Foil-Problem nicht mehr existiert, wäre es gegangen. Wenn irgendwelche Produktionsporzesse dagegen sprechen, dann hätten diese eben angepaßt werden müssen.

Leider führen wir hier eine Stellvertreterdiskussion, zu der die Verantwortlichen vor einigen Monaten nicht in der Lage waren. Und so werden die Casuals (Hüllen?, Rauspopeln?) genauso "bedient" wie die Turnierspieler (Draft?).



Geschrieben von Serge am 12.09.2011 um 16:40:

 

Zitat:
Original von Olaf
Davon ausgehend sind CLKs genau so selten wie genau passende Token.

Man kritzelt doch nicht beim aufmachen dieser karten sofort random ein Kreuz drauf. Man wird immer genügend davon parat haben. Wenn man eins braucht, benutzt man es. Solche festgelegten token hätte man auch nen haufen parat, aber ob der richtige dabei ist, wäre dann eben glückssache.


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