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--- Players Union gegründet zur Kommunikation zwischen Spielern und Wizards (http://www.pmtg-forum.de/wbb2/thread.php?threadid=299)


Geschrieben von eunck am 23.01.2008 um 14:10:

  Players Union gegründet zur Kommunikation zwischen Spielern und Wizards

Anlässlich der vor kurzem angekündigten Änderungen bei der Pro Tour und dem Organized Play hat Raphael Levy eine Players Union gegründet, deren Ziel es sein soll die Verantwortlichen bei Wizards in ihren Entscheidungen bezüglich der Zukunft von Magic zu beeinflussen oder zumindest ihnen die Wünsche und Vorstellungen der Spieler mitzuteilen und eine bessere Kommunikation aufzubauen.
Die angekündigten Änderungen sind offensichtlich sehr sehr schlecht für die Pro Tour und damit für Magic an sich und betreffen direkt nicht nur die Pros sondern auch alle, die die Hoffnung oder das Ziel haben/hatten mal auf der Pro Tour zu spielen. Indirekt betreffen sie sowieso alle Magicspieler, denn ganz Magic ist ein sensibles Konstrukt, das auf dem Organized Play basiert, in dem die Pro Tour eine tragende Rolle spielt. Wenn sie zerstört wird, bricht möglicher Weise auch noch viel mehr zusammen.
In der Players Union sind Meinungen und konstruktive Beiträge von euch allen erwünscht. Wer sich also von den Änderungen betroffen fühlt sollte mal im Forum vorbeischauen:

http://mtgplayersunion.forumandco.com/



Geschrieben von TobiH am 23.01.2008 um 17:46:

  RE: Players Union gegründet zur Kommunikation zwischen Spielern und Wizards

Gute Sache das! Ich habe mich angemeldet und bereits eingebracht. Bei der immensen Brainpower hinter dem Projekt (v. a. Frank Karsten, der sowohl über Hintergrundwissen verfügt als auch die Zusammenhänge erkennt und super artikulieren kann) könnte ich mir vorstellen, dass das wirklich einen Effekt hat.

Wobei ich nicht denke, dass man die Uhr schlicht zum letztjährigen System wird zurückdrehen können. Ich habe stattdessen am Ende dieses Posts bereits einige wilde Ideen kundgetan, wie man die gleiche Gesamtmenge an Geld evtl. besser verteilen könnte. Und ja, die sind wild. Wink



Geschrieben von Prüser am 23.01.2008 um 18:29:

 

Cool Aktion aufjedenfall! Cool



Geschrieben von Pandabaer am 23.01.2008 um 20:45:

 

is auf jeden fall sehr sinnvoll ... karsten argumentiert au rel. sinnig klingt so als hät er mal min. 1 bwl vorlesung ansatzweise gehlört ;)(grenzkosten grenznutzen etc... ) aber was bisher immer komplett vergessen wird ist der effekt des pro circuit auf modo ... was mittlerweile ja zum markt gehört ... und ich glaube auch wizards hat das bisher stark übersehen ...



Geschrieben von eunck am 24.01.2008 um 10:51:

 

inzwischen gibt es auch schon:
mtgplayersunion.com



Geschrieben von Boneshredder am 24.01.2008 um 16:20:

  RE: Players Union gegründet zur Kommunikation zwischen Spielern und Wizards

Zitat:
Original von eunck
Anlässlich der vor kurzem angekündigten Änderungen bei der Pro Tour und dem Organized Play hat Raphael Levy eine Players Union gegründet, deren Ziel es sein soll die Verantwortlichen bei Wizards in ihren Entscheidungen bezüglich der Zukunft von Magic zu beeinflussen oder zumindest ihnen die Wünsche und Vorstellungen der Spieler mitzuteilen und eine bessere Kommunikation aufzubauen.


Bis hierhin klingt das ja ganz gut. Fein geködert. Der Rest des Textes ist leider duchsetzt mit Halb- und Unwahrheiten:


Zitat:
Die angekündigten Änderungen sind offensichtlich sehr sehr schlecht für die Pro Tour und damit für Magic an sich und betreffen direkt nicht nur die Pros sondern auch alle, die die Hoffnung oder das Ziel haben/hatten mal auf der Pro Tour zu spielen.


Wenn das so "offensichtlich" ist, daß Magic daran sterben wird (mal wieder), wie kommt dann eine vollkommen gegenteilige Ansicht wie diese hier zustande?:

Zitat:
Original von Dozer
Das bedeutet letztlich ja nichts anderes, als dass Wizards die Spitze bei den Premier Events verkleinert und die Basis vergrößert. Mehr GPs, Pro Punkte auf den Nationals, dafür eine PT weniger: Die Pro Player sollen sich nicht mehr exklusiv auf den PTs tummeln, das System soll durchlässiger werden, mehr Leute haben mehr Chance auf Punkte + Geld.

Klingt nicht schlecht, in meinen Ohren.


Nun wird's ganz und gar abwegig:


Zitat:
Indirekt betreffen sie sowieso alle Magicspieler, denn ganz Magic ist ein sensibles Konstrukt, das auf dem Organized Play basiert, in dem die Pro Tour eine tragende Rolle spielt.


Richtigstellung: Magic basiert nicht auf dem OP, sondern auf dem Vertrieb bunter Pappkarten, die zum Sammeln und Spielen geeignet sind. Geschätzte 50% der Magic-Spielerschaft nehmen nicht an regelmäßigem OP (abgesehen von punktuellen Prereleases) teil. Des weiteren spielt die Pro Tour keine tragende Rolle, sondern ist eine recht werbewirksame best-of-Arena, in welcher nur eine absolute Spieler-Minderheit, nämlich die besten der besten, überhaupt zusammenkommen. Eine Extravaganza sozusagen. Zu behaupten, Magic wäre ohne Pro Tour nicht lebensfähig, wäre ähnlich als würde man behaupten, die Automobilindustrie bräche global zusammen, wenn es die Autowerbung und entsprechende Verkaufsmessen nicht mehr gäbe.


Zitat:
Wenn sie zerstört wird, bricht möglicher Weise auch noch viel mehr zusammen.


Von einer "Zerstörung" kann hier ja nicht einmal annähernd die Rede sein. Für jeden Pro, der dadurch gegen die Änderungen protestieren möchte, daß er sein Engagement oder Auftreten drosselt, wird ein sehr dankbarer Spieler von unten nachrücken, denn die Zahl der PT-Slots ist (relativ) fix und jeder wird gefüllt werden. Mit oder ohne Levy.

Damit ihr mich nicht falsch versteht: Die Idee, eine dauerhafte Spieler-Repräsentantengruppe auf die Beine zu stellen, die mit den Machern effektiv über ihre Wünsche kommuniziert, halte ich für gut. Allerdings fühle ich mich absolut nicht repräsentiert, wenn dort wirklich, wie es gegenwärtig aussieht, Leute mit 30+ Propunkten/Jahr den Ton angeben und die anderen als bloße Legitimationsmasse gebrauchen, um ihre Minderheits-Interessen durchsetzen.

Für mich ist diese Initiative nur ein Reflex auf folgendes:

Zitat:
Original von Holzi
Die Reichen äh die Pros werden nicht begeistert sein....



Geschrieben von eunck am 24.01.2008 um 17:02:

 

Wird es durch das neue Player's Club-System einfacher, sich für eine PT zu qualifizieren?
- Nein, denn 15 Pro Points schafft man einfach nicht ohne schon eine PT gespielt zu haben. Im Gegenteil wird es sogar schwieriger, weil es eine PTQ-Saison weniger gibt.

Wird es durch die neuen Regelungen erstrebenswerter, sich für eine PT zu qualifizieren?
- Ganz im Gegenteil: das Payout wurde gekürzt und außerdem hat man keine realistische Chance mehr ein erstrebenswertes Level im Players Club zu erreichen. Und falls man es doch schafft, weiss man nicht was es nächstes Jahr noch wert ist.

Insofern sehe ich nicht, wie mehr Leute Chance auf Punkte und Geld haben sollen. Das zusätzliche Payout bei einigen GPs ist wirklich ziemlich vernachlässigbar und die Punkte auf den Nationals sind zwar gut, bringen einem alleine aber auch noch nichts - erst wenn man auf PTs weitere Punkte gesammelt hat, was ja jetzt schwieriger und unattraktiver geworden ist.

Und es wird eben nicht für jeden Pro, der nicht mehr zur PT fliegt ein anderer nachkommen, denn PTQ gewinnen ist und bleibt zwar gut, aber die Anzahl der PTQ-Slots wird ja nicht erhöht, nur weil einige Pros zu Hause bleiben. Dass eine PT nur noch aus PTQ-Gewinnern besteht kann absolut nicht im Interesse von Wizards sein. Die Pros werden gebraucht, um überhaupt erst den Werbeeffekt zu erzielen, der der Sinn der PT ist. Und wenn der Werbeeffekt ausbleibt, verkaufen sich auch irgendwann die bunten Pappkarten nicht mehr so gut. Ich habe inzwischen genügend Forum-Posts von PTQ-Spielern gelesen, um mich darin bestätigt zu fühlen, dass sehr viele sich durchaus von den Änderungen betroffen fühlen, weil ihnen ihr großes Ziel - die PT zu erreichen - unattraktiv gemacht wird. Lies dir doch mal die Foren der PlayersUnion durch, Boneshredder. Es geht genauso um die PTQ-Spieler wie um die Pros, eigentlich sogar noch viel mehr, weil sie einfach zahlenmäßig viel mehr sind. Deswegen fänd ich es gut wenn sich weiterhin die PTQ-Spieler mitengagieren und dafür sorgen dass sie und ihre Interessen gut vertreten sind. Es geht NICHT um einen 30+ Propunkte/Jahr-Club.



Geschrieben von Boneshredder am 24.01.2008 um 18:00:

 

Das ist ja (fast) alles ganz richtig, aber schau: Die Mehrheit der PTQ-Spieler wünscht sich wohl zwar, einmal einen erstrebenswerten PP-Level zu erreichen, wird es aber trotzdem nie, selbst wenn es bliebe wie es war.

Versuchen wir's mal mit einem ganz anderen Ansatz:

Angenommen ein Konzern, der mit einem bestimmten Produkt Geschäfte macht, sagen wir mit bunten Pappkärtchen, die zum Sammeln und Spielen geeignet sind, hat bereits frühzeitig nach Aufbau dieses Kärtchenvertriebs aus einem Teil der Vertriebseinnahmen gezielt eine Spielerunterstützung angekurbelt, nennen wir sie Organized Play. Hiermit wurde dafür gesorgt, daß sich viele verschiedene Spieler zu bestimmten Terminen versammeln und ihr individuelles Spielgeschick miteinander messen konnten. Für die Erfolgreichsten gab's dann Belohnungen ganz im üblichen Rahmen: mehr Produkt, mehr Ruhm&Prestige und nein, am Ende sogar echte $$!

Nun hat besagte Firma vor, sagen wir eineinhalb Jahren, besagtes Organized Play ganz erheblich umgekrempelt, in einer Weise, die eher idealziel-orientiert war und selbst für die Macher nicht so ganz durchblicken ließ, wie die Kostenrelation des Ganzen im Verhältnis zum bisherigen System aussehen würde. Man hat das zwar geschätzt, so gut es ging, aber dann ließ man das neue System eben vom Stapel, damit es nicht im Aktenschrank verschimmeln würde. Und nun, ja, nun hat man dieses System ein Weilchen Probelaufen lassen und dabei eben feststellen müssen, daß es sich leider nicht ganz so gut rechnet, sprich: daß man einfach Mehrausgaben hat im Vergleich zum früheren System, und diese sich auch nicht mit den in der Zwischenzeit erwachsenen Mehreinannahmen aufrechnen ließen. Was tut man also? Man stellt das System ein klein wenig um, am besten so, daß niemandem groß auffällt, daß hier gekürzt wurde und verkauft es als Verbesserung. Wink

Das Blöde an der Geschichte ist ja, daß mindestens die amerikanische Wirtschaft dieser Tage immer massiver unter Druck gerät, und daß sich in Bälde vielleicht nicht mehr jeder dieses Luxusgut Pappkärtchen wird leisten können oder wollen, der das in der Vergangenheit noch konnte. Ich weiß nicht, ob die neuerliche Werbung auf der Wizards-Seite und die imo eher gelinde Umstellung der Pro Tour Regelungen die kommende Trendabschätzung schon ausreichend reflektiert oder ob da noch viel krassere Abspeckungen auf uns zukommen. Ich befürchte leider letzteres und prophezeie, daß die Pro-Spieler, die sich bereits jetzt an dieser Front verausgaben, in nicht allzu ferner Zukunft noch sehr viel mehr Frust schieben werden, weil unser aller Lieblingsfirma schlichtweg die Kapazitäten ausgehen werden, Euren Wünschen nachzukommen.

Die Frage, die Ihr Euch nun stellen solltet Was könnt ihr überhaupt erreichen, wenn das Szenario wie oben geschildert, korrekt ist, selbst beim allerbesten Willen der Wizards (die ganz bestimmt auch gern eine funktionierende Pro Tour haben wegen Werbewirksamkeit etc.)?



Geschrieben von TobiH am 24.01.2008 um 18:32:

  Boneshredder

Gehen wir als Grundannahme mal von dieser einfachen These aus:

Dafür spricht übrigens wirklich einiges! Nun muss man sehen, dass diese Veränderung eben nicht nur die oberen Pro-Level betrifft, sondern indirekt auch alle anderen, zumindest hinunter bis zum PTQ-Spieler. Dessen Motivation liegt ja im Traum von einem Leben als Profi-Magicspieler. Dabei ist es völlig egal, wie wahrscheinlich der Traum für den Einzelnen zu realisieren ist, solange er nur überhaupt existiert!

(Aber dazu werde ich demnächst noch einmal ausführlicher etwas schreiben.)

Drei angesprochene Punkte:

# Das Level-System war keineswegs eine Aufstockung der Ausgaben, sondern ersetzte das zuvor gültige System des End-of-Year Payouts, welches seinerseits die Masters Series ersetzt hatte.

# Dass WotC wieder mehr Geld in die Pro Tour steckt, ist vielleicht wirklich optimistisch, aber man könnte das Geld, was sie ausgeben, vielleicht etwas anders verteilen, um trotzdem noch professionelles Magic-Spielen zu ermöglichen. Man bedenke, dass es WotC insgesamt mindestens das Doppelte, wahrscheinlich das Drei- bis Vierfache der Preisgelder kostet, eine PT auszurichten...

# Ach Blödsinn! Immer diese Schwarzmalerei... Magic ist nicht tot, WotC ist nicht tot und so ganz tot ist der US-Dollar auch noch nicht. Okay, letzterer vielleicht noch am ehesten, aber dafür ist die Weltwirtschaft ganz sicher nicht tot.



Geschrieben von RobertW am 25.01.2008 um 00:36:

 

Ich glaube schon, dass ohne die Aussicht darauf es jemals in den richtigen Pro-Status zu schaffen, das Spiel sehr leiden würde.
Klar, viele Leute werden es nie schaffen, aber wichtiger für die Verkaufszahlen sind doch auch die dies versuchen und die auch wollen, dass man als Pro leben kann. Solche Leute werden bei Players Union meistens PTA (Pro Tour Aspiranten) genannt und ohne die PTA würde dem Spiel tatsächlich immenser Schaden drohen, denn das sind die Leute die regelmäßig draften und von jeder neuen Edition die neuen Playables haben wollen, wobei egal ist, dass diese Leute meistens die Booster nicht selber rippen, irgendwie kommen all die vielen Tarmogoyfs und Thoughtseizes doch auch von WotC. Ohne diese Leute wären die Preise für Booster noch ungerechtfertiger, Casualspieler legen meist nicht soviel Wert darauf genau die Karten zu bekommen die sie haben wollen.
Klar, die aktuellen Veränderungen werden nicht alle PTA auf einmal dazu bringen mit Magic aufzuhöhren, bei weitem nicht, aber trotzdem ist dies eine absolut relevante Kundengruppe die hier ebenfalls einfach so vor den Kopf gestoßen wird, es geht nicht nur um die Pros sondern um alle dies gerne wären!



Geschrieben von eunck am 25.01.2008 um 11:22:

 

Zitat:
Original von Boneshredder
Die Mehrheit der PTQ-Spieler wünscht sich wohl zwar, einmal einen erstrebenswerten PP-Level zu erreichen, wird es aber trotzdem nie, selbst wenn es bliebe wie es war.


Vor ein paar Jahren hab ich mir auch noch gedacht: "Wär schon sehr geil auch mal eine PT zu spielen. Aber ich bleib lieber realistisch: das werd ich wahrscheinlich nie schaffen. Warum sollte das ausgerechnet mir gelingen?"
Inzwischen hab ich 8 PTs gespielt und bin für alle in 08 q'ed. Also ihr PTQ-Spieler, nicht den Mut verlieren. Die Pros von morgen (vorausgesetzt es gibt dann noch welche) sind unter den PTQ-Spielern von heute zu finden. Und die Pros von heute waren auch alle mal PTQ-Spieler.

Im übrigen bin ich auch Tobi's Meinung: auch wenn die aktuellen Änderungen schlecht sind, tot ist hier noch lange nichts! Aber es wird Zeit, dass die Spieler sich mal einschalten und versuchen dabei mitzuwirken, dass die ganze Sache in die richtige Richtung gelenkt wird.



Geschrieben von Olaf am 25.01.2008 um 13:58:

 

Die von Boneshredder geäußerten Befürchtungen hat ich ja auch schon im zkForum ähnlich formuliert:
---
Viel bedenklicher finde ich das sich langsam zusammensetzende Gesamtbild. Irgendjemand versucht scheinbar, mit neuzeitlichen Methoden (Einsparungen, Werbebanner) Geld zu verdienen. Entweder, weil ihm das auf althergebrachte Weise (geiles Kartenspiel in Pappe und online weiterentwickeln) verdiente Geld noch nicht reicht oder aber weil es ihm ausgeht.
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Wichtiger aber ist mir das:
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Bislang war es möglich, über Magic-Spielen seinen Lebensunterhalt zu finazieren und jetzt nicht mehr.
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So einfach will ich es Dir nicht machen, Tobi. Kannst Du das denn belegen? Wobei ich als Lebensunterhalt jetzt allerdings nicht das Rumkrauchen als Halbstudent ohne familäre Verpflichtungen in irgendeiner WG ansehe, sondern es schon etwas mehr sein sollte.
Man kann das ja anhand der lustigen Pro-Kärtchen immer ganz gut ausrechnen. Auf'm Pre hat ich die von Sebastian Thaler. Da stand AFAIK 40.000$. Klingt erstmal viel, wenn man aber bedenkt, dass das über 2 Jahre erspielt wurde, sind das selbst bei einem Doller-Kurs von 1:1 nur 20.000 Euro im Jahr. Das ist nicht wirklich vie für einen vermeintlichen Spitzenverdiener.

Ciao Olaf



Geschrieben von TMM am 25.01.2008 um 15:50:

 

man sollte nicht erst durch die letzte diskussion darauf kommen, dass man durch magic spielen nicht reich wird. ich hab das mal einem kumpel damit erklärt, dass ich mit meinem einstiegsgehalt derzeit monatlich ein bisschen mehr als einen gp gewinnen müsste, um das mit magic zu verdienen (das wären dann so 96 pro points in einer season).

es war aber bislang sehr wohl möglich, sich durch magic sein studium zu finanzieren und gleichzeitig um die welt zu reisen. und als student sollte man jetzt auch nicht so die super ansprüche an seinen lebensstandard haben.

selbst wenn man sich die großverdiener wie budde und finkel anschaut, hätten die mit einem regulären job sicher mindestens das gleiche verdienen können, aber der "pt lifestyle" ist ja auch nicht die schlechteste art, zu leben Wink



Geschrieben von Prüser am 25.01.2008 um 17:50:

 

Jo reich wird man damit wohl nicht, aber in erster Liene sollte das gezocke ja auch spaß machen Wink
Wenn dann noch was nebenbei abfällt umsobesser, außerdem darf man ja auch net vergessen das man durch ptq oder Pro Points die Flüge ins Ausland bezahlt bekommt und so auch viel rum kommt und es quasi wie Urlaub ist.



Geschrieben von TobiH am 25.01.2008 um 20:02:

 

Zitat:
Original von Olaf
Wichtiger aber ist mir das:
---
Bislang war es möglich, über Magic-Spielen seinen Lebensunterhalt zu finazieren und jetzt nicht mehr.
---
So einfach will ich es Dir nicht machen, Tobi. Kannst Du das denn belegen? Wobei ich als Lebensunterhalt jetzt allerdings nicht das Rumkrauchen als Halbstudent ohne familäre Verpflichtungen in irgendeiner WG ansehe, sondern es schon etwas mehr sein sollte.
Man kann das ja anhand der lustigen Pro-Kärtchen immer ganz gut ausrechnen. Auf'm Pre hat ich die von Sebastian Thaler. Da stand AFAIK 40.000$. Klingt erstmal viel, wenn man aber bedenkt, dass das über 2 Jahre erspielt wurde, sind das selbst bei einem Doller-Kurs von 1:1 nur 20.000 Euro im Jahr. Das ist nicht wirklich vie für einen vermeintlichen Spitzenverdiener.

Ciao Olaf

Nun, hier gibt es verschiedene Modelle, z. B.:

(1) Der Nebenberufs-Magicspieler

Wer an einem Wochenende in Yokohama, das Wochenende darauf in Stockholm und am nächsten in Straßburg sein will, der kann nicht nur keinem ordentlichen Job nachgehen, der gründet damit sicher auch keine Familie... In der Tat ein entbehrungsreiches Leben und absolut nichts, was von Dauer sein kann, aber eben etwas, was man zwischen dem 20. und 25 Lebensjahr neben einem (dadurch sicherlich ein wenig verzögerten) Studium durchziehen kann...

...wenn eben das Geld ausreicht.

Und dafür könnte ein Plus von 7.000$ bis 8.000$ im Jahr durchaus reichen. Knapp, aber ich kenne Studenten, die mit deutlich weniger auskommen. (Allerdings meine ich mit "Plus" natürlich auch nach Abzug aller Reise- und Hotelkosten, Ausgaben für Karten, für teures Essen unterwegs etc.)

(2) Der Full-time Profi

Spätestens ab einem jährlichen Plus (wieder nach Abzug aller Ausgaben) von 25.000$ kannst du dir ausrechnen – ich nehme einfach mal 1,4 als Umrechnungskurs – hat ein Spieler 1488€ Monatseinkommen. Da sich für solche Gewinne auch die Steuer nicht interessiert, kann man da als Alleinstehender sogar ziemlich gut von Leben.

(3) Der Großverdiener

Stellen wir uns ein Jahres-Plus von 50.000$ vor, was einer gewonnen Pro Tour und z. B. drei Platzierungen in der Top20 einer PT und einem GP-Sieg entspricht. Klar, ein dickes Haus mit Garten und einer Garage, in der der dicke Benz steht, und eine Ehefrau, die daheim bleibt und die sechs Kinder erzieht, kann man damit nicht gerade finanzieren, aber... das ist trotzdem richtig Asche.

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Durch die Varianz in Magic schwankt selbst die absolute Weltspitze sowieso schon immer zwischen (1), (2) und (3), aber ein Thaler oder ein Müller, die gehören nun einmal auch einfach nicht dazu. Nicht ganz nach oben jedenfalls.

Dem Mehr an Preisgeldern und Pro-Punkten bei Grand Prixes steht die Kürzung von Pro-Level-Vergütungen entgegen. Unter dem Strich bleibt also der Wegfall von 230.000$ Preisgeld durch den Verlust einer PT. Durch die Kürzung des Preisgelds von ehemals rund 250.000$ pro PT sogar noch einmal ca. 100.000$...

Tja, und schon schwankt die Weltspitze auf einmal nicht mehr zwischen (1), (2) und (3) hin und her, sondern zwischen (1) und (nix). Echte Ikonen wie Raphael Levy, die über zehn Jahre hinweg mit ihren konstanten Ergebnissen beweisen, dass Magic als echter Denksport seine Legitimation hat, kann es so nicht geben.


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